An wen kann man sich wenden?

Im Gleichstellungsbüro bekommt man Hilfe, wenn man einen Verdacht hat, aus Gründen des Geschlechts, der Nationalität, der Rasse oder Hautfarbe, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Ausrichtung, der Religion oder der Weltanschauung diskriminiert bzw. ungleich behandelt worden zu sein.

Die Frage an die Gleichstellungsbeauftragte kann mit einer in freier Form verfassten E Mail an die Adresse info@svv.ee gesendet oder unter Verwendung unseres Antragsformulars gestellt werden.

Die Bürgersprechstunde findet jeden Mittwoch von 10.00 bis 14.00 Uhr an der Adresse Endla 10a (Erdgeschoss), Tallinn, statt. Es wird gebeten, über Ihren Besuch entweder telefonisch oder per Brief im Voraus zu benachrichtigen und Ihr Problem kurz zu schildern.

Im Büro der Gleichstellungsbeauftragten kann an Werktagen von 9.00 bis 17.00 Uhr auch angerufen und unentgeltliche Rechtsberatung eingeholt werden. Unser Telefon ist:
6 269 059.

Das Gleichstellungsbüro gewährt unentgeltliche Rechtsberatung den Menschen, die wissen wollen, ob sie ungleich behandelt worden sind und an wen sie sich zur Wahrnehmung ihrer Rechte wenden sollen. Die Beauftragte hilft den Menschen auch bei der Einreichung von Beschwerden und Klagen bei der Kommission für Arbeitsstreitigkeiten oder beim Gericht.

Jeder hat das Recht, zur Lösung einer mit der Gleichbehandlung verbundenen Arbeitsstreitigkeit auch direkt die Kommission für Arbeitsstreitigkeiten oder das Gericht anzurufen.

Sind die Rechte durch eine Person des öffentlichen Rechts verletzt worden oder will man die Diskriminierungsstreitigkeit im Wege eines Schlichtungsverfahrens lösen, so kann man den Justizkanzler ersuchen. Der Justizkanzler der Republik Estland nimmt auch die Funktion des Bürgerbeauftragten für Kinderrechte wahr, der die Rechte der Kinder schützt und fördert.
Damit die Kommission für Arbeitsstreitigkeiten oder das Gericht für den Schaden, der dem Geschädigten entstanden ist, Ersatz leisten kann, sollte der Anspruch auf Schadensersatz spätestens binnen einem Jahr ab der Kenntnisnahme über die Verletzung seiner Rechte geltend gemacht werden.

Die Beauftragte, die Kommission für Arbeitsstreitigkeiten oder das Gericht kann auch dafür angesprochen werden, um einen breiteren Einfluss auf das Verhalten der Menschen zu nehmen. Wenn das unerlaubte Verhalten nicht geahndet wird, so leiden darunter voraussichtlich auch noch andere Menschen. Wenn wir auf die Ungerechtigkeit reagieren, so leisten wir einen Beitrag dazu, dass sich das unerlaubte Verhalten nicht wiederholt.